Einführung in die systemische Traumapädagogik

Kinder mit traumatischen Vorerfahrungen fordern Fachkräfte in besonderer Weise heraus. Ihre Toleranz für Erregung und Anspannung, aber auch Entspannung, erscheint äußerst gering und oft braucht es nur eine Kleinigkeit, um eine Lawine von Verhaltensauffälligkeiten unaufhaltsam in Gang zu bringen. Traumata wie Gewalt, sexuelle Misshandlung, psychische Erkrankung der Eltern, Unfälle und Tod haben spezifische Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche. Diese können jedoch individuell sehr unterschiedlich sein. Die Spuren, die sie hinterlassen, sprengen oft den Rahmen unserer professionellen und persönlichen Möglichkeiten und erfordern eine traumaspezifische Sichtweise und traumapädagogische Methoden.

Im Seminar werden wir erarbeiten, wie die traumatischen Erlebnisse in der Arbeit mit Kindern und Eltern berücksichtigt werden können und eine Pädagogik des sicheren Ortes in der Praxis umgesetzt werden kann. Der Blick auf die gesamte Familie unter Einbeziehung der Mehrgenerationen-Perspektive ist hier sehr hilfreich. Im Seminar werden wir neben den Grundlagen der Traumapädagogik, auch Methoden der systemischen Beratung traumasensibel adaptieren.

Methoden:
Neben kurzen Inputs zu den Inhalten und Methoden einer systemisch orientierten Traumapädagogik, stehen die Stärkung der eigenen Haltung und des Umgangs mit traumatischen Ereignissen und Traumafolgestörungen bei Familien im Mittelpunkt. Dazu wird es die Möglichkeit geben, eigene Fälle einzubringen. Anhand der Fallberatungen wird die Theorie direkt auf die Praxis bezogen.

Termin:   18. / 19. Oktober 2017 (Mi./Do), jeweils von 9:00 bis 17:00Uhr

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Leitung: Andrea Galitz, Dipl.Pädagogin, Traumapädagogin und Traumazentrierte Fachberaterin (DeGPT/BAG-TP), Systemische Beraterin (DGSF)
Tagungsort:   Bildungsstätte Marienland, Vallendar
TN-Gebühr: 220,- € (ohne Übernachtung) (Teilnehmende in unseren längerfristigen Weiterbildungen und Ehemalige 170,- €)
Anmeldeschluss:   29. September 2017