Trauer und Verlust

Frag einen Indianer vom Stamm der Navajo, und er wird sagen, dass vier Tage genug sind, um die Toten zu beweinen.  

Sprich mit einem Angehörigen der Zulu in Südafrika, und er wird sagen, dass Witwen ein Jahr zu trauern haben, abseits der Gemeinschaft, in schwarzen Kleidern. 

Bitte einen erfahrenen Trauerbegleiter um Rat, und er wird erklären, dass es richtig und falsch nicht gibt. Dass die einen lange brauchen und die anderen nicht so lange, dass manche abgrundtief erschüttert sind und andere scheinbar kaum, und dass niemand vorhersagen kann, wie es sein wird.

Eva-Maria Schnurr, Spiegel-Wissen 30.10.2012

Es muss nicht immer nur der Tod sein. Viele Stationen und Situationen im Leben konfrontieren uns mit diesen Fragen: Wie viel Trauer darf´s denn sein? Wie viel Trauer ist noch normal? Reagiere ich angemessen und hilfreich auf Trauer, Verlust und Abschiedsschmerz? Um in der (systemischen) Beratung professionell handeln zu können, ist die Auseinandersetzung mit dem Thema und die Reflexion der eigenen Haltung hilfreich.

Enttabuisieren, annähern und aushalten, können ebenfalls mögliche Antworten sein. Oder was hilft noch? Ach ja, es darf auch gelacht werden. Grundkenntnisse systemischen Arbeitens sind gewünscht.

Termin:   17./18. November 2017 (Fr./Sa.), 9:00 Uhr – 17:00 Uhr

Leitung:   Anke Kaiser

Tagungsort:   Forum Pallotti, Vallendar

TN-Gebühr:   210,- € (ohne Übernachtung), Teilnehmende in unseren längerfristigen Weiterbildungen und Ehemalige 160,- €.

Anmeldeschluss:   20. Oktober 2017