Wer ist am Set???

„Das ist meine beste Freundin. Kann die heute mit dabei sein?“     

„Das dürfen Sie aber nicht meinem Ex sagen …“

„Das sollten wir besser ohne die Eltern besprechen …“

„Also ich komm nur, wenn die nicht kommt …“

Die systemische Beratung und Therapie zeichnet sich durch große Flexibilität im Umgang mit verschiedenen Settings aus. Aus diesem Grund ist der systemische Ansatz ja gerade in den unterschiedlichsten beruflichen Kontexten beheimatet: ob im klassischen Beratungskontext, in der Paarberatung, in der Familientherapie, in der Supervision von Teams, in der Jugendhilfe, in Schulen, in Unternehmen.

Manche Settings sind uns in unserem Berufskontext vorgegeben, andere können wir frei wählen oder mitbestimmen.

Welchen Einfluss nimmt das Setting auf meine Arbeit? Wo begrenzt es mich (scheinbar), wo ermöglicht es Freiheiten? Wie, wann und wozu sollte ich ein Setting planen? Wenn ich ein Setting öffne und weitere Personen einbeziehe, welche Rolle spielt dann die Frage des Auftrags, der Allparteilichkeit, der Loyalität und der Schweigepflicht? Welchen „Hut“ habe ich dann auf?

Wenn ich als Berater*in im Tandem arbeite oder als Teil eines Teams, wie kann dann sinnvoll mit Settingfragen umgegangen werden? Wenn andere „externe“ Helfer in einem Setting anwesend sind, welche Unterschiede ergeben sich daraus? Wer entscheidet über die Wahl des Settings: Die Klienten? Die Berater? Andere? Und welche offenen oder verdeckten Aufträge liegen in Settingideen der Einzelnen?

Welche Wirkungen haben Räume, Sitzordnungen? Durch Corona ist noch ein weiteres Setting dazu gekommen: die Beratung per Video, Email, Telefon. Was verändert das?

Für diese und weitere Fragen zu sensibilisieren, das eigene Setting zu reflektieren, die Chancen der Setting-Gestaltung zu erkennen und somit die Wahl des Settings auch als gezielte Intervention zu nutzen: darum geht´s hier.

Termin:   19. November 2021 (Fr), 9 – 17 h

Leitung:   Leonie Dortschy, Diplom Pädagogin, Systemische Therapeutin DGSF                   

Tagungsort:   in Vallendar/Koblenz

TN-Gebühr:   110,- € (Teilnehmende und Ehemalige unserer längerfristigen Weiterbildungen 90,- €)

Anmeldeschluss:   29. Oktober 2021